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Achtsamkeit

Mein persönlicher Bezug zu Achtsamkeit:

  • Ich beschäftige mich seit 25 Jahren ganz praktisch mit Achtsamkeit in meinem Leben.
  • Achtsamkeit und mitfühlende Präsenz bilden die Basis meiner Arbeit mit Patienten (siehe Psychologie).
  • Ich leite seit 2011 Achtsamkeitstrainings in berufsbezogenen Kontexten.
  • Ich leite das Forschungsprojekt „Lehrergesundheit: Achtsamkeit als Beitrag zur Stressbewältigungskompetenz von Lehrerinnen und Lehrern“ am Oberstufenkolleg Bielefeld.

Artikel im Heilnetz OWL Messe-Magazin

Auszug aus meinem Artikel im Heilnetz OWL Messe-Magazin
„ganzheitlich gesund“, Nov. 2012

In Achtsamkeitsübungen lernen Sie, die Aufmerksamkeit auf das, was gegenwärtig innen und außen passiert zu richten, ohne sich dabei auf einen bestimmten Teil des Geschehens zu fixieren. So nehmen Sie Ihre Körperempfindungen, Sinneseindrücke, Gefühle und Gedanken als sich ständig wandelnde Erscheinungen wahr- und an.
Doch was nützt Ihnen diese Fähigkeit im Alltag?

Kennen Sie Situationen, sei es privat oder beruflich, in denen Sie sich von anderen Personen genervt, ungerecht behandelt oder nicht gesehen fühlen? Situationen, in denen Ihre berühmten „Knöpfchen“ gedrückt werden? Darauf folgt meist eine automatische Reaktion in Form von aggressiven Verhaltensweisen oder auch langwierigen inneren Monologen der Abwehr, der Rechtfertigung, der Anklage, die mehr Kraft kosten als die Situation selber. Sie versuchen vielleicht, ihre Gefühle zu kontrollieren, weil sie funktionieren müssen und sich keine Blöße geben wollen. Ihre Körperhaltung, ihr Gesichtsausdruck, Ihre Muskelanspannung verraten Sie aber doch und ihr Gegenüber reagiert dann dann auch prompt (unbewusst) oft selber aggressiv darauf. Selbst wenn Sie längst durchschaut haben, dass ihre Reaktionsmuster sich nicht gerade günstig auf die Situation auswirken, gelingt es einfach nicht, sie zu verändern.

Mit der Fähigkeit von Achtsamkeit hingegen können solche alltäglichen Herausforderungen leichter bewältigt werden: Sie werden in Belastungssituationen nicht mehr von ihren Gefühlen mitgerissen in einen Strudel von Negativität und Abwehr. Sie können negative Gefühle und Gedanken rascher wieder unterbrechen oder gar stoppen, bevor sie entstehen. Die Folge ist, dass auch die körperliche Anspannung weitgehend ausbleibt.

Die Vorwürfe des Chefs, die Störereien der Schüler und das Nörgeln der pubertierenden Tochter können Sie emotional neutral(er) beobachten, ohne es auf sich zu beziehen, ohne in Bewertung und Ärger zu verfallen. Sie haben die Fähigkeit, den Fokus ihrer Aufmerksamkeit flexibel zu verlagern, hängen nicht mehr in Grübelschleifen fest, sind nicht „Opfer“ ihrer eigenen psychischen Muster. Wissenschaftlich ausgedrückt und in zahlreichen Studien immer wieder belegt: Achtsamkeit ermöglicht Stresstoleranz durch optimierte Emotionsregulierungsfähigkeit.

Autorin: Adriane Kobusch
Quelle: Heilnetz OWL Messemagazin, Nov. 2012